Private Krankenkasse

Im Vergleich zur gesetzlichen ist die Leistungspalette der privaten Krankenversicherung größer. Vor allem ist die bevorzugte Behandlung durch Ärzte anzumerken, da Privatpatienten sehr viel höhere Beiträge verrichten als gesetzlich Versicherte.

Privat krankenversichern können sich Arbeitnehmer, deren Bruttoeinkommen pro Monat nach 3 Jahren in Folge die Grenze für Pflichtversicherungen passiert hat, sprich mehr als 3.795 Euro pro Monat bzw. 47.000 Euro im Jahr. Unabhängig von der Einkommenshöhe können sich Selbstständige, Künstler und Freiberufler, sowie Beamte einer privaten Krankenversicherung beitreten.

Einer der größten Vorteile gegenüber gesetzlichen Krankenkassen ist, dass man sich den Leistungsrahmen individualisieren lassen kann. Entgegen des standardisierten Versicherungsumfanges der Gesetzlichen ermöglicht die Private den Zuschnitt auf persönliche Bedürfnisse. Die Gefahr dabei ist, dass aus Gründen der Ersparnis zuwenige Versicherungsleistungen in Anspruch genommen werden. Viele Privatkrankenkassen locken mit Bonussystemen, innerhalb deren gegen Jahresende für ungenutzte Leistungen eingezahlte Teilbeträge zurückgezahlt werden.

Einer der großen Nachteile der privaten Krankenkasse ist, dass ein Rückwechsel in die gesetzliche Kasse nur möglich ist, wenn der Versicherte in die Arbeitslosigkeit gerät oder unter die vorgeschriebene Einkommensgrenze fällt. Des Weiteren sind die Beiträge bei einem höheren Eintrittsalter nicht gering, was trivialerweise daran liegt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung im Alter steigt.

Ein weiterer Nachteil ist der, dass der Privatversicherte erst einmal selbst die Arztkosten vorstrecken muss, ehe die Private zahlt, ungeachtet der Tatsache, dass die Rechnungen meist sehr hoch sind.