Lebensversicherung
Was damals noch etwas für die gutbetuchten gewesen ist, zählt heute zu den Trivialitäten der individuellen Absicherung im Alter: Lebensversicherungen. Sie dienen bevorzugt zwei Zwecken; einerseits sichern sie den Einzelnen im Falle persönlicher Risiken ab und andererseits ermöglichen sie, Kapital anzusparen. Lebensversicherungen bieten ihrem Besitzer Vorteile hinsichtlich des steuerlichen Aspektes, doch für den Einzelnen ist sicherlich wichtiger, dass mit ihr die eigene Familie eine finanzielle Sicherung erhält. Angespartes Vermögen resultiert bei Lebensversicherungen in einer ansehnlichen Rendite. Der deutsche Staat fördert sie, und für Viele dürfte wichtig sein, dass sie steuerlich absetzbar sind. Wer sich privat lebensversichert hat unter gewissen Konditionen Anspruch auf eine steuerfreie Auszahlung der vollen Summe.
Das Versicherungswesen differenziert zwischen Kapital- und Risiko-Lebensversicherung. Da letztere nur im Todesfalle des Versicherungsnehmers auszahlt, ist sie für die Eigenversicherung ungeeignet. Da dieser Lebensversicherungstyp jedoch niedrigere Beitragskosten als die Kapital-Lebensversicherung fordert und gleichzeitig die Hinterbliebenen finanziell unterstützt, genießt sie bei finanzschwachen Personen eine höhere Beliebtheit als jene. Zum Abschluss einer Lebensversicherung muss sich der zukünftig Versicherte dazu bereit erklären, sich einer ausgiebigen gesundheitlichen Untersuchung zu unterziehen, deren Ergebnisse der Versicherung übermittelt werden. Wer sich weigert, muss mit höheren Beitragskosten rechnen, da die Versicherung mögliche Risiken kompensieren muss.
Darüber hinaus gibt es noch die Britische Lebensversicherung, die üblicherweise von Versicherungsfirmen mit Sitz in Großbritannien angeboten werden. London stellt den größten europäischen Finanzplatz dar. Die Renditen für die bei diesen Firmen Versicherten sind ungewöhnlich hoch. Dies liegt an der Kapitalpolitik: So greift die britische Finanzaufsicht FSA nicht – wie z.B. in Deutschland – in die Anlageform ein und überlässt es den Versicherungsfirmen selbst, die Anlagemöglichkeit zu wählen, welche den größten Erfolg verspricht.
Trotz allem hat das deutsche Bundesaufsichtsamt für Versicherungen den britischen Lebensversicherern grünes Licht gegeben, da ihre Policen alle Voraussetzungen deutscher Standards erfüllen.
Der Grund, weshalb britische Lebensversicherungen in Deutschland immer populärer werden, liegt in der einer sehr viel höheren Rendite (13,6 % statt 5%) und der Flexibilität von Ein- und Auszahlung trotz qualitativ gleicher Steuerquote.
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